Von Bern nach Freiburg im Breisgau

Apr 20 • 10764 Views

Ohne Hirn geht’s nicht…

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Erfahrungsbericht im Tesla P85D

Ja, ich muss es zugeben: ich bin ein echter „Petrolhead“. Ich liebe es, wenn ich das Auto rieche, wenn mir der V12 im Heck das Hirn wegbläst und es beim Runterschalten aus dem Auspuff blubbert und knallt. Ja, in diesen Situationen vergesse ich den Alltag und bin mir voll bewusst wie toll mein Job wirklich ist.

Als vor gut zwei Wochen die 700 PS starke Elektro-Limousine von Tesla geliefert wurde, war ich gespannt wie ich mit dem Teil klarkomme.
Bis am letzten Samstag bin ich den Tesla nicht selber gefahren. Nicht weil ich nicht wollte, sondern weil alle anderen in der Redaktion das Auto monopolisiert hatten.

Der 4×4 mit einer Beschleunigung von 3.3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h ist bei uns eingeschlagen wie ein Blitz.
Die ersten zwei Sekunden Beschleunigung sind der absolute Wahnsinn (so heisst passenderweise auch einer der Beschleunigungsmodi im Tesla. Der wurde bei uns natürlich gar nie erst rausgenommen.).

Gleich beeindruckend ist die Technik. Mit iPhone App und topmodernem Innenraum mit riesigem Display. So sieht normalerweise ein Konzept-Auto der Konkurrenz aus.

Kleine Abstriche gibt es einzig für die „billigen„ Lenkradknöpfe und der Automatik-Schalthebel von Mercedes. Aber als „Petrolhead“ muss ich auch auf die kleinen Nachteile hinweisen.

Sonst gibt es nämlich wirklich keine Nachteile am Auto. Auch der Preis (unser Tesla P85 D ist ab 101’000 CHF erhältlich) und die Reichweite (über 400 Km) gehen absolut in Ordnung.

Alles gut also – Ich konnte meinen persönlichen Tesla Test starten, ohne Bedenken!

Meine Freundin hatte in Freiburg im Breisgau im 5 Sterne Hotel Colombi ein Doppelzimmer gebucht (220 Euro, ohne Frühstück).
Ich freute mich wahnsinnig. Schnell habe ich mein Hirn in den „Teslamodus“ geschaltet, vorbildlich im Hotel angerufen und über meinen Strombedarf informiert. „Kein Problem, Tesla war auch schon bei uns. Ich reserviere Ihnen den Parkplatz in der Tiefgarage mit Stromanschluss“. Cool, dachte ich, alles geregelt, das Wochenende kann kommen.

Los geht es. Bei der ersten Beschleunigung wurde ich aber von meinem Herzblatt schon wieder eingebremst: „Mir wird’s schlecht!“ und „Mach das nie wieder!“ waren die ersten zwei Kommentare auf dem Beifahrersitz. Ja, so ist es eben im Tesla. Die ersten zwei Sekunden sind krasser als bei jedem Flugzeugstart…(auch mir war es auf der Rückbank nach drei Beschleunigungen nicht mehr so wohl…).

Dass der 17 Zoll Bildschirm ablenkt, das habe nicht nur ich festgestellt, aber sonst … Die Fahrt nach Freiburg (auch mit über 200 Km/h) war Gott!!! Er ist ruhig wie eine Luxuslimousine und die Fahreigenschaften (Fahrwerk, Lenkung und Beschleunigung) sind der absolute Wahnsinn. Ja, ich wäre gerne noch weiter gefahren, so beeindruckt bin ich vom Tesla.

Angekommen im Hotel habe ich das Auto abgegeben. „Sie sind ja der mit dem Tesla“, wurde ich freundlich begrüßt und das Auto kam direkt in die Garage.
Alles war wunderbar. Freiburg kennen wir wie unsere Hosentasche. Eine traumhafte Stadt so nah bei uns, mit wunderbaren Hotels, fantastischen Restaurants und wunderbaren Leuten. Wir kennen es ja auch gut, wir gehen auch mindesten 6-7 Mal pro Jahr ins schöne Breisgau.
Auch dieses Wochenende war der Hammer. Mit Parkplatz (aber ohne Frühstück) kostet die Übernachtung stolze 240 Euro… Viel Geld, aber es wird einem auch viel geboten (inkl. Indoor Schwimmbad und super Wellnessbereich).
Alles gut also, bis zum Check Out. Da wird mir das Auto gebracht, ich gebe ein Trinkgeld und bedanke mich. Voller Vorfreude sitze ich rein und … habe noch 130 Kilometer Reichweite auf dem Display … hallo?!
Die Vollpfosten haben den Tesla nicht eingesteckt! „Wir wussten nicht wie“ wurde mir gesagt. Okay … aber warum hat mich niemand gefragt??? Ich war am durchdrehen – bis zum nächsten Supercharger schaffen wir es nicht.
Gut, ich stelle den Tesla wieder in die Tiefgarage, merke aber, dass die Steckdose keinen Strom hat. Wir sind am Arsch … dachte ich. Ausser mit verdutzten Gesichtern konnte uns beim Hotelpersonal niemand weiterhelfen. Was wäre wohl gewesen, wenn einem „wichtigen Gast“ der Tesla halbleer abgegeben worden wäre? Den Jogi Löw haben wir in Freiburg beim Flanieren getroffen. Was wäre, wenn er Tesla fahren würde und am Morgen vor dem Luxushotel nicht weggekommen wäre?

Ja, es war nicht der Jogi, und der Fahrer eine Stromjungfrau. Zum Glück nimmt mein Tesla-Gewissen, namentlich Geri Wittwer, auch am Sonntagmorgen das Telefon ab. In aller Ruhe hat er mir die Möglichkeiten aufgezählt, die ich habe: vom Supercharger, gut 90 Kilometer nördlich vom Freiburg, bis zum privaten Anbieter in der Nähe.
Da kam meiner Freundin in den Sinn, dass ich einmal im Hotel Victoria unbemerkt auf einem Stromparkplatz geparkt hatte. Mit blauem Kabel und bettelnd nach Strom wurde uns netterweise eine Steckdose zur Verfügung gestellt.

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Nach 1.5 Stunden hatten wir genug Strom um in Egerkingen beim Supercharger nachzutanken. Da war die Welt wieder in Ordnung. 15 Minuten Zwischenhalt und 150 Kilometer Reichweite waren drauf. Das funktioniert super!

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Mein Teslawochenende war so noch gut zu Ende gegangen. Mein Fazit zum Auto fällt unglaublich gut aus – der Wahnsinn das Teil! Das ganze Stromdebakel hat mir aber auch gezeigt: wer Tesla fährt, der muss sein Hirn einschalten, auch für die anderen. Planen genügt nicht. Eine Lösung sind die Supercharger! Unbedingt mehr braucht es! Viel mehr! Denn Tesla wird mit dem neuen SUV noch mehr Autos verkaufen als jetzt schon.

Noch ein Tipp für Freiburg im Breisgau: wenn Sie mit Strom unterwegs sind, gehen Sie doch ins Best Western Hotel Victoria. Das kostet nicht nur viel weniger, es hat genau so eine Sauna und ist topzentral. Hinzu kommt, dass von Tesla nicht nur gesprochen wird, sondern auch Tesla gefahren wird (Roadster). Auf dem kleinen Innenhof-Parkplatz sind gleich drei Starkstromanschlüsse vorhanden.

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Freiburg im Breisgau

Das "Deutschweizer" Traumziel in Baden -Würtemberg. archive_13a578caa9bc-1 Erreichbarkeit mit dem Auto: 48 Minuten ab Basel, 1. Stunde 48 ab Luzern, 1 Stunde 50 ab Zürich, 1 Stunde und 58 Minuten ab Bern History: Freiburg im Breisgau ist eine kreisfreie Großstadt in Baden-Württemberg. Von 1945 bis zur Gründung des Landes Baden-Württemberg am 25. April 1952 war Freiburg im Breisgau die Landeshauptstadt des Landes Baden. Die südlichste Großstadt Deutschlands ist Sitz des Regierungspräsidiums Freiburg sowie des Regionalverbands Südlicher Oberrhein und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Sie wird von diesem Landkreis fast völlig umschlossen, dem sie selbst nicht angehört; als kreisfreie Stadt bildet Freiburg vielmehr einen Stadtkreis. Gegenwärtig hat das am Fluss Dreisam gelegene Freiburg circa 220.000 Einwohner und nimmt damit auf der Liste der größten Städte Baden-Württembergs nach Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim die vierte Stelle ein. Zusammen mit den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen bildet sie die (Wirtschafts-) Region Freiburg mit insgesamt circa 630.000 Einwohnern. Sie liegt in der trinationalen Metropolregion Oberrhein mit circa sechs Millionen Einwohnern. Die Altstadt mit dem Münster und den Bächle – beide sind Wahrzeichen Freiburgs – ist Ziel von jährlich über drei Millionen Besuchern. Mit der 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität zählt Freiburg zu den klassischen deutschen Universitätsstädten.

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